Ein Interview mit unseren Tierpflegern über den Alltag

Tierpfleger im Zoo bei der Arbeit

Ein Tag im Leben eines Tierpflegers ist oft anders, als man denkt. Viele stellen sich das eher idyllisch vor, mit viel Streicheleinheiten und Kuscheleinheiten. Aber die Realität sieht oft anders aus. Es ist harte Arbeit, die viel Einsatz und Leidenschaft erfordert. In diesem Artikel werfen wir einen Blick hinter die Kulissen und sprechen mit erfahrenen Tierpflegern über ihren Alltag, ihre Herausforderungen und die besonderen Momente, die ihren Beruf so einzigartig machen. Auch das Thema Tierpfleger Raubkatzen wird dabei beleuchtet.

Key Takeaways

  • Der Alltag eines Tierpflegers ist körperlich und psychisch anspruchsvoll, weit entfernt von einem reinen Traumjob.

  • Ehrenamtliche Helfer sind oft unverzichtbar, um die Versorgung einer großen Anzahl von Tieren zu gewährleisten.

  • Zoos haben sich von reinen Menagerien zu wichtigen Zentren für Arterhaltung und Auswilderungsprojekte entwickelt.

  • Die Arbeit mit Tieren erfordert Geduld, Einfühlungsvermögen und die Fähigkeit, sich auf die individuellen Bedürfnisse jedes Tieres einzustellen.

  • Besondere Erlebnisse, wie die Aufzucht von Jungtieren oder die erfolgreiche Auswilderung, machen die Herausforderungen des Berufs wett.

Der Alltag eines Tierpflegers

Viele Leute stellen sich den Beruf des Tierpflegers oft wie einen Dauertag im Streichelzoo vor – viel Kuscheln, Gassi gehen und einfach nur Spaß mit den Tieren haben. Aber die Realität sieht da doch ein ganzes Stück anders aus, und das ist auch gut so. Es ist ein Knochenjob, der weit mehr verlangt als nur Tierliebe.

Ein Tag im Tierheim Berlin

Im Tierheim Berlin zum Beispiel leben um die 1300 Tiere, und ein Team von etwa 70 festen Pflegern kümmert sich rund um die Uhr um sie. Aber das ist noch nicht alles: Ohne die vielen ehrenamtlichen Helfer wäre die ganze Arbeit gar nicht zu stemmen. Der Arbeitstag beginnt oft schon um halb acht morgens und dauert acht Stunden, in denen man ständig auf den Beinen ist. Es geht darum, dass jedes Tier bekommt, was es braucht, und das ist bei so vielen Tieren jeden Tag eine riesige Herausforderung. Aber trotz aller traurigen Schicksale, die man hier miterlebt, überwiegen am Ende doch die schönen Geschichten, wenn die Tiere neue Familien finden. Das gibt einem immer wieder neuen Mut.

Herausforderungen bei der Tierversorgung

Die Versorgung der Tiere ist wirklich anspruchsvoll. Man muss sich auf jedes Tier individuell einstellen, und das ist nicht immer einfach. Wenn man ein Tier von klein auf kennt, baut man viel schneller eine Bindung auf, weil es keine Vorgeschichte hat. Schwieriger wird es, wenn man ein Tier übernimmt, dessen Vergangenheit man nicht kennt. Dann braucht man viel mehr Einfühlungsvermögen. Es gibt keinen festen Zeitplan dafür, wie lange man braucht, um ein Tier zu verstehen. Manchmal klappt es eben nicht sofort, und es gibt Missverständnisse. Aber genau daraus lernt man.

Die körperliche Arbeit ist hart: Mist schippen, schwere Schubkarren schieben – bei jedem Wetter. Dazu kommt die riesige Verantwortung. Viele Kolleginnen und Kollegen sind über 40 Jahre dabei, weil sie mit Herzblut arbeiten. Das ist die wichtigste Voraussetzung.

Die Bedeutung von Ehrenamtlichen Helfern

Ehrenamtliche Helfer sind im Tierschutz unverzichtbar. Sie unterstützen die festangestellten Tierpfleger bei der täglichen Arbeit und sorgen dafür, dass auch bei großem Tierbestand jedes Tier die nötige Aufmerksamkeit bekommt. Ohne diese zusätzliche Hilfe wäre die Versorgung der vielen Tiere im Tierheim kaum denkbar. Sie sind ein wichtiger Teil des Teams und tragen maßgeblich zum Wohl der Tiere bei. Ihre Unterstützung macht einen riesigen Unterschied im Alltag.

Faszination für exotische Tiere

Tierpfleger mit exotischem Vogel

Australien hat mich schon immer irgendwie angezogen. Diese einzigartige Tierwelt dort, vor allem die Beuteltiere, die gibt es ja sonst nirgends auf der Welt. Das finde ich schon besonders spannend. Klar, Australien hat auch einige der gefährlichsten Tiere, aber mal ehrlich, man muss ja nicht gleich jeden Skorpion streicheln, oder? (lacht) Es gibt ja auch ganz viele harmlose und faszinierende Tiere dort. Ich denke da an Kängurus, Koalas und Wombats, aber auch die Vogelwelt ist unglaublich vielfältig. Die Landschaft dort ist auch ein riesiger Anziehungspunkt für mich.

Australiens einzigartige Tierwelt

Die Tierwelt Australiens ist wirklich etwas Besonderes. Man findet dort Tiere, die es sonst nirgends gibt. Das sind vor allem die Beuteltiere, wie Kängurus, Koalas und Wombats. Aber auch die Vogelwelt ist sehr vielfältig und bunt. Es ist faszinierend zu sehen, wie sich diese Tiere über Millionen von Jahren getrennt von anderen Kontinenten entwickelt haben.

Die gefährlichsten Tiere der Welt

Australien ist auch die Heimat einiger der gefährlichsten Tiere der Welt. Dazu gehören Schlangen, Spinnen und Quallen. Aber man muss keine Angst haben, denn die meisten Tiere sind nicht aggressiv und meiden den Menschen. Man sollte einfach aufpassen und die Natur respektieren. Die meisten Begegnungen mit gefährlichen Tieren lassen sich durch Vorsicht vermeiden.

Vielfalt der australischen Fauna

Die australische Fauna ist unglaublich vielfältig. Neben den bekannten Beuteltieren gibt es auch viele andere interessante Tiere. Dazu gehören Reptilien wie Krokodile und Schlangen, aber auch eine reiche Vogelwelt mit bunten Papageien und Emu. Die Unterwasserwelt ist ebenfalls faszinierend, mit Korallenriffen und einzigartigen Meeresbewohnern. Es gibt so viel zu entdecken in Australien!

Berufswunsch und Leidenschaft für Tiere

Schon als Kind war klar: Ich wollte mit Tieren arbeiten. Das ist kein plötzlicher Einfall, sondern etwas, das sich über Jahre entwickelt hat. Meine Eltern hatten einen kleinen Bauernhof, da gab es Kühe, Schweine, Hühner, Katzen und natürlich auch Hunde. Tiere waren einfach immer da, und ich habe mich schon immer für sie interessiert. Es ist also keine Überraschung für die Leute, die mich kennen, dass ich Tierpflegerin geworden bin. Es ist mehr als nur ein Job, es ist eine echte Leidenschaft.

Aufgewachsen auf einem Bauernhof

Das Aufwachsen auf einem Bauernhof hat meine Sicht auf Tiere stark geprägt. Man lernt früh, Verantwortung zu übernehmen und die Bedürfnisse der Tiere zu verstehen. Es ist eine ganz andere Art der Beziehung als die zu Haustieren, aber beide sind wichtig. Man baut eine Bindung auf, auch wenn es im Zoo noch mal anders ist. Die Tiere dort sind ja auch Wildtiere, auch wenn sie in Gefangenschaft leben. Man muss ihre Natur respektieren und ihnen ein artgerechtes Leben ermöglichen. Das fängt bei der richtigen Haltung an, zum Beispiel mit Kratzbäumen und Verstecken für Katzen, damit sie ihre natürlichen Instinkte ausleben können. Die perfekte Katzenhaltung ist da ein gutes Beispiel für die Details, die wichtig sind.

Die Faszination für Tiere seit Kindertagen

Diese Faszination für Tiere hat mich nie losgelassen. Es ist dieses Gefühl, wenn man mit ihnen arbeitet, sie beobachtet und ihre Eigenarten kennenlernt. Kein Tag ist wie der andere, und das macht den Beruf so spannend. Manchmal muss man Geduld haben, wenn ein Tier mal nicht so mitmacht, wie man es sich vorstellt. Aber genau das ist es, was es interessant macht. Man lernt jeden Tag dazu und versteht die Tiere besser. Es ist ein Geben und Nehmen, und diese Verbindung ist etwas Besonderes.

Haustiere vs. Zootiere

Klar, ich habe auch Haustiere. Aber die Arbeit mit Zootieren ist noch mal eine andere Hausnummer. Man hat zwar auch zu ihnen eine Bindung, aber es ist ein anderes Verhältnis. Man ist für ihr Wohlbefinden verantwortlich, kümmert sich um ihre Gesundheit, ihre Ernährung und ihre Umgebung. Das ist eine große Verantwortung, aber auch eine große Freude, wenn man sieht, dass es ihnen gut geht. Manchmal muss man Tiere auch abgeben, weil sie für die Arterhaltung in einen anderen Zoo kommen. Das ist schwer, aber wichtig für die Zukunft der Art. Es ist ein ständiger Balanceakt zwischen der persönlichen Bindung und den übergeordneten Zielen des Artenschutzes.

Die Rolle von Zoos in der Arterhaltung

Früher waren Zoos oft nur reine Schaubetriebe, sogenannte Menagerien. Heute hat sich das stark gewandelt. Moderne Zoos sind zu wichtigen Zentren für den Artenschutz geworden. Wir sind an vielen Projekten beteiligt, um bedrohte Tierarten zu erhalten und ihnen eine Zukunft zu geben.

Von Menagerien zu Artenschutzzentren

Die Zeiten, in denen Tiere einfach nur zur Schau gestellt wurden, sind vorbei. Heute liegt der Fokus auf dem aktiven Schutz von Arten. Das bedeutet, wir züchten Tiere, die in freier Wildbahn vom Aussterben bedroht sind, und arbeiten daran, sie wieder auszuwildern. Das ist eine riesige Aufgabe, die viel Wissen und Engagement erfordert.

Erfolgreiche Auswilderungsprojekte

Wir haben schon einige Erfolge feiern können. Tiere wie Wisente, Przewalski-Pferde und verschiedene Vogelarten konnten wir erfolgreich in ihre natürlichen Lebensräume zurückbringen. Aktuell arbeiten wir zum Beispiel daran, Feldhamster bei Leipzig wieder anzusiedeln. Diese Tiere wurden bei uns aufgezogen und dann in einem geschützten Gebiet freigelassen. Es ist ein tolles Gefühl zu wissen, dass diese Tiere nun wieder in der Wildnis leben können.

Besucher als Teil des Artenschutzes

Viele Leute wissen nicht, dass jeder Besucher, der zu uns kommt, einen Beitrag zum Artenschutz leistet. Mit jedem Ticket, das Sie kaufen, unterstützen Sie unsere Arbeit. Ein Teil des Eintrittsgeldes fließt direkt in Schutzprojekte. Man kann also sagen: Mit Ihrem Zoobesuch sind Sie selbst ein kleiner Artenschützer. Wir haben der Natur viel genommen, und jetzt ist es an der Zeit, etwas zurückzugeben.

Herausforderungen und Freuden im Beruf

Manche Leute denken, der Job als Tierpfleger sei nur ein reiner Traumjob, aber das stimmt so nicht ganz. Klar, es gibt Momente, die sind einfach nur toll, aber es ist auch ein Knochenjob, der einen körperlich und seelisch ganz schön mitnehmen kann. Man muss sich bewusst sein, dass Tiere geboren werden und auch sterben. Und manchmal muss man Tiere abgeben, zu denen man eine echte Bindung aufgebaut hat. Das passiert, wenn sie laut Zuchtprogramm in einen anderen Zoo kommen sollen, damit die Art erhalten bleibt. Das ist nie leicht.

Das größte Missverständnis über den Beruf

Das größte Missverständnis ist wohl, dass es hier nur um Streicheleinheiten und Spaß geht. Die Realität sieht anders aus. Da ist die harte körperliche Arbeit: Mist schippen, schwere Schubkarren durch den Matsch schieben – und das bei jedem Wetter. Man trägt eine riesige Verantwortung für Lebewesen, die ganz von uns abhängig sind. Viele Kollegen arbeiten schon seit Jahrzehnten hier, und das nur, weil sie mit richtigem Herzblut dabei sind. Das ist wohl die wichtigste Voraussetzung für diesen Beruf.

Körperliche und psychische Belastungen

Die tägliche Arbeit ist oft anstrengend. Denken Sie nur an das Ausmisten, das Füttern, das Bewegen von Tieren, oft bei Wind und Wetter. Aber die psychische Belastung ist nicht zu unterschätzen. Man wird Zeuge von Geburt, Krankheit und Tod. Man muss Tiere abgeben, auch wenn man sie ins Herz geschlossen hat. Manchmal muss man auch Entscheidungen treffen, die schwerfallen. Das alles fordert seinen Tribut.

Herzblut als Voraussetzung

Wenn man diesen Beruf ausübt, dann muss man wirklich mit Leidenschaft dabei sein. Es reicht nicht, Tiere einfach nur zu mögen. Man muss sie verstehen wollen, ihre Bedürfnisse erkennen und bereit sein, alles für ihr Wohl zu geben. Dieses tiefe Engagement, dieses Herzblut, das ist es, was den Unterschied macht. Ohne diese innere Motivation würde man den Job wahrscheinlich nicht lange machen.

Die täglichen Routinen sind wichtig, sie zeigen, dass alles läuft. Wenn ein Tier nervös ist oder nicht mitmacht, merkt man sofort, dass etwas nicht stimmt. Das erfordert viel Geduld und Beobachtungsgabe.

Aspekt

Beschreibung

Körperliche Arbeit

Mist schippen, schwere Lasten bewegen, bei jedem Wetter draußen sein.

Psychische Belastung

Geburt, Krankheit, Tod, Abgabe von Tieren, Verantwortung für Lebewesen.

Notwendige Eigenschaft

Leidenschaft, Geduld, Beobachtungsgabe, Einfühlungsvermögen, Verantwortungsbewusstsein.

Besondere Tierpfleger-Erlebnisse

Manchmal gibt es Momente im Leben eines Tierpflegers, die bleiben einfach für immer im Gedächtnis. Das sind nicht nur die alltäglichen Aufgaben, sondern die ganz besonderen Begegnungen, die das Herz höherschlagen lassen. Es sind die kleinen Erfolge, die unerwarteten Momente der Nähe und manchmal auch die schweren Abschiede, die diesen Beruf so einzigartig machen.

Das erste Koala-Jungtier

Die Geburt eines Koala-Babys ist immer ein Ereignis. Wenn man dann noch das Glück hat, von Anfang an dabei zu sein und das kleine Wesen aufwachsen zu sehen, ist das etwas ganz Besonderes. Diese winzigen Beutelträger, die sich langsam aus dem Beutel der Mutter heraustrauen und die Welt erkunden, sind einfach faszinierend. Es ist ein langer Prozess, sie zu beobachten, ihre Entwicklung zu begleiten und sicherzustellen, dass sie alles bekommen, was sie brauchen, um stark und gesund zu werden. Diese Momente der stillen Beobachtung und des Wachstums sind unbezahlbar.

Abschied von einem Giraffenbullen

Man baut eine Beziehung zu den Tieren auf, das lässt sich nicht vermeiden. Wenn dann ein Tier, zu dem man eine besondere Verbindung hat, den Zoo verlassen muss – sei es aus Gründen der Arterhaltung oder wegen eines Zuchtprogramms – ist das immer schwer. Bei einem großen, majestätischen Giraffenbullen, den man jahrelang betreut hat, wiegt der Abschied besonders schwer. Man weiß, dass es für das Tier das Beste ist, aber das Herz ist trotzdem schwer. Es ist ein Teil des Jobs, den man lernen muss zu akzeptieren, auch wenn es jedes Mal aufs Neue schmerzt.

Aufzucht eines Malaienbären

Die Aufzucht eines so jungen Tieres ist eine intensive Erfahrung. Ein Malaienbär, der blind und nackt zur Welt kommt, braucht rund um die Uhr Pflege. Wenn man dann über Wochen hinweg die Verantwortung trägt, das kleine Bärenkind zu füttern, zu wärmen und seine Entwicklung zu beobachten, entsteht eine tiefe Bindung. Es ist faszinierend zu sehen, wie sich das Fell entwickelt, die Augen sich öffnen und das Tier anfängt, seine Umgebung zu erkunden. Man muss dabei aber immer daran denken, dass es ein Wildtier ist und die Prägung auf den Menschen minimiert werden muss, damit es später mit Artgenossen zurechtkommt. Es ist ein Balanceakt zwischen Zuneigung und professioneller Distanz, der viel Einfühlungsvermögen erfordert. Man lernt dabei unglaublich viel über das Verhalten und die Bedürfnisse dieser besonderen Tiere, was einem auch bei der täglichen Arbeit mit anderen Tieren hilft. Wenn man dann sieht, wie das Tier erfolgreich in eine Gruppe integriert wird, ist das die größte Belohnung. Manchmal muss man sich auch auf neue Tiere einstellen, die man nicht von klein auf kennt, was viel Einfühlungsvermögen erfordert. Aber jedes Tier ist interessant und man kann viel lernen. Es ist wichtig, sich auf jedes Tier einzustellen, auch wenn es mal zu Missverständnissen kommt. Aus diesen lernt man aber auch. Es gibt keine festen Zeiträume, um ein Tier zu verstehen, es kommt auf die Tierart und die Individuen an. Manchmal kann es auch sein, dass man mit einem Tier überhaupt nie warm wird, aber als Tierpfleger sollte man es schaffen, sich auf jedes Tier einzustellen. Wir pflegen in Schönbrunn keine großen Meeressäuger, weil wir dazu keinen Platz haben. Ansonsten fällt mir jetzt auf Anhieb kein Tier ein, das ich mir nicht zutrauen würde, weil jedes interessant ist und man viel lernen kann. Es ist ein ständiges Lernen und Anpassen, das diesen Beruf so spannend macht. Manchmal ist es auch wichtig, dass man sich auf die Körpersprache der Tiere einstellt, zum Beispiel beim Clickertraining für Katzen.

Tierpfleger Raubkatzen: Einblicke in die Arbeit

Die Faszination für Raubkatzen

Raubkatzen üben auf viele Menschen eine besondere Anziehungskraft aus. Ihre Kraft, ihre Eleganz und ihre Wildheit sind faszinierend. Aber was macht diesen Beruf für Tierpfleger so besonders? Es ist die tägliche Nähe zu diesen majestätischen Tieren, die eine Mischung aus Respekt und tiefer Verbundenheit erfordert. Die Arbeit mit Raubkatzen ist weit mehr als nur Füttern und Reinigen; sie ist ein ständiges Lernen und Anpassen an die Bedürfnisse und das Verhalten dieser beeindruckenden Tiere. Man entwickelt ein feines Gespür für ihre Stimmungen und Bedürfnisse, das über reine Routine hinausgeht. Es ist ein Privileg, diese Tiere aus nächster Nähe zu erleben und zu betreuen, und das Wissen, dass man einen Beitrag zu ihrer Erhaltung leistet, ist eine große Motivation. Die Arbeit mit Raubkatzen ist ein ständiger Balanceakt zwischen Sicherheit und Zuneigung, eine Herausforderung, die viele Tierpfleger mit Leidenschaft annehmen. Es ist ein Beruf, der viel Herzblut verlangt.

Umgang mit Raubkatzen im Zoo

Der Umgang mit Raubkatzen im Zoo erfordert ein hohes Maß an Wissen, Erfahrung und Vorsicht. Es geht darum, eine sichere Umgebung für die Tiere und die Pfleger zu schaffen und gleichzeitig das Wohlbefinden der Tiere zu gewährleisten. Das bedeutet, die natürlichen Verhaltensweisen der Tiere zu verstehen und zu fördern. Dazu gehört auch, ihnen Beschäftigungsmöglichkeiten zu bieten, die ihren natürlichen Instinkten entsprechen. Manchmal werden spezielle Futterspiele oder Trainingsmethoden eingesetzt, um die Tiere geistig und körperlich auszulasten. Diese Interaktionen sind nicht nur für die Tiere wichtig, sondern auch für die Pfleger, um die Tiere besser kennenzulernen und eine Vertrauensbasis aufzubauen. Es ist ein Prozess, der Geduld und Einfühlungsvermögen erfordert. Die Entwicklung von Jungtieren, wie bei Kitten, ist auch bei Raubkatzen eine besonders sensible Phase, die viel Aufmerksamkeit verlangt.

Sicherheitsaspekte bei der Arbeit mit Raubkatzen

Sicherheit hat bei der Arbeit mit Raubkatzen oberste Priorität. Es gibt klare Regeln und Protokolle, die strikt eingehalten werden müssen, um Unfälle zu vermeiden. Dazu gehört die richtige Handhabung von Futter, die sichere Reinigung der Gehege und die Kommunikation zwischen den Pflegern. Man lernt, die Körpersprache der Tiere genau zu deuten, um potenzielle Gefahren frühzeitig zu erkennen. Ein Beispiel dafür ist das Training, bei dem die Tiere lernen, auf Kommandos zu reagieren, was die Arbeit im Gehege erleichtert und sicherer macht. Hier sind einige der wichtigsten Sicherheitsaspekte:

  • Klare Trennung von Mensch und Tier: Immer sicherstellen, dass die Tiere sicher untergebracht sind, bevor man das Gehege betritt oder verlässt.

  • Schutzausrüstung: Tragen der vorgeschriebenen Schutzkleidung, insbesondere bei bestimmten Arbeiten oder wenn Tiere unruhig sind.

  • Teamarbeit und Kommunikation: Ständige Absprache mit Kollegen, um sicherzustellen, dass alle über die Situation informiert sind und sich gegenseitig unterstützen.

  • Regelmäßige Überprüfung der Gehege: Sicherstellen, dass alle Zäune, Tore und Schlösser intakt und sicher sind.

  • Notfallpläne: Wissen, wie im Falle eines Ausbruchs oder eines Unfalls zu reagieren ist.

Die Arbeit mit Raubkatzen ist eine ständige Lektion in Demut und Respekt vor der Natur. Man lernt, dass man nie die Kontrolle hat, sondern nur lernen kann, mit diesen mächtigen Tieren zu koexistieren.

Ein Blick hinter die Kulissen

Der Alltag von Tierpflegern ist wirklich kein Zuckerschlecken, wie wir heute gesehen haben. Es ist viel mehr als nur Tiere streicheln. Es ist harte Arbeit, jeden Tag, bei jedem Wetter. Aber die Pfleger machen das mit Herzblut, weil sie Tiere lieben. Und wenn sie dann sehen, wie ein Tier ein neues Zuhause findet oder wie sie zum Artenschutz beitragen können, dann ist das für sie die größte Belohnung. Es ist toll, dass es Menschen gibt, die sich so für unsere Tiere einsetzen.

Häufig gestellte Fragen

Was macht ein Tierpfleger den ganzen Tag?

Ein Tierpfleger hat einen sehr abwechslungsreichen Tag. Er kümmert sich um die Fütterung, Reinigung der Gehege und die Pflege der Tiere. Manchmal muss er auch Medikamente geben oder bei der Aufzucht von Babytieren helfen. Es ist viel mehr als nur Gassi gehen oder kuscheln!

Ist der Beruf des Tierpflegers sehr anstrengend?

Ja, der Beruf ist oft körperlich und auch seelisch sehr fordernd. Man muss bei jedem Wetter draußen arbeiten, schwere Sachen tragen und sich um Tiere kümmern, die krank sind oder sterben. Aber die schönen Momente mit den Tieren machen das oft wieder wett.

Warum gibt es Zoos, wenn Tiere doch in Freiheit leben sollten?

Zoos sind heute viel mehr als nur Schaugehege. Sie sind wichtige Zentren für den Artenschutz. Viele Zoos züchten bedrohte Tierarten und helfen dabei, sie wieder in der Natur anzusiedeln. Besucher mit ihrem Eintrittsgeld unterstützen diese wichtige Arbeit.

Was ist das Schwierigste bei der Arbeit mit Tieren?

Das Schwierigste ist oft, wenn man sich an ein Tier gewöhnt hat und es dann abgeben muss, weil es zum Beispiel in einen anderen Zoo kommt, um dort bei der Zucht zu helfen. Auch der Abschied von Tieren, die man lange begleitet hat, ist sehr traurig.

Braucht man eine besondere Ausbildung, um Tierpfleger zu werden?

Ja, man braucht eine spezielle Ausbildung als Tierpfleger. Aber wichtig ist vor allem die Liebe zu Tieren und die Bereitschaft, jeden Tag hart zu arbeiten und viel Verantwortung zu übernehmen.

Was ist das Schönste am Beruf des Tierpflegers?

Das Schönste ist, wenn man sieht, wie es den Tieren gut geht, wenn man ihnen helfen kann und wenn man miterlebt, wie zum Beispiel ein Jungtier sicher aufwächst. Auch die Dankbarkeit der Tiere und die Erfolge im Artenschutz sind sehr erfüllend.